Vorstandssitzung September

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

hiermit möchte ich Euch herzlich zur nächsten Vorstandssitzung einladen.

Sie findet statt am Mittwoch, 8. September 2010 um 16.30 Uhr im BIZEV, Pelzerstraße statt

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung
2. Positionen des Forums für das Regierungsprogramm der Bremer SPD
3. Verschiedenes

Mit freundlichen Grüßen

Peter Nowack
Kapitän-Dallmann-Str. 62
28779 Bremen

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Jahreshauptversammlung

Einladung zur Jahreshauptversammlung

am Dienstag, 4. Mai 2010 um 17:00 Uhr

im Eurogate-Verwaltungsgebäude, Präsident-Kennedy-Platz 1A, 28203 Bremen

Tagesordnung:

1. Begrüßung und Beschlussfassung über die Tagesordnung

2. Berichte für das Jahr 2009
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Pro und Kontra Grundeinkommen

von Hubert Resch und Margareta Steinrücke (die beiden Vorstandsmitglieder des Forums für Arbeit haben dieses Papier im Nachgang der erfolgreichen Veranstaltung des Forums am 11.12.2008 verfasst)

Ausgangslage

Das (bedingungslose) Grundeinkommen ist in aller Munde: von ganz rechts (Milton Friedmann, der Vordenker des Neoliberalismus; bei der FDP als Bürgergeld; Thüringens CDU-Ministerpräsident Althaus) bis ganz links „AG Genug für Alle“ bei attac; Katja Kipping und eine starke Strömung der Linkspartei; Erwerbsloseninitiativen; die katholische Arbeitnehmerbewegung) sind sehr viele dafür. Kürzlich brachte eine Online-Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen innerhalb von wenigen Tagen durch eine wahre Flut von Pro-Stimmen gar den Bundestags-Server zum Zusammenbruch.
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Erst sozial, dann frei

Kurz vor der Europawahl gab Forum-Vorsitzender Peter Nowack dem SPD-Organ „vorwärts“ ein Interview

von Susanne Dohrn – 25.05.2009

Jahrelang galt in Europa: Was Wirtschaft und Wettbewerb fördert, hat Priorität. Soziale Rechte kommen später. Das soll anders werden. Peter Nowack, Europäischer Betriebsrat der DB, über den neuen Kurs für Europa und die Bedeutung der Europa-Wahl für Arbeitnehmer.

vorwärts.de: Was haben die Arbeitnehmer davon, wenn sie bei der Europawahl SPD wählen?

Peter Nowack: Die Deutschen im EU-Parlament sind stark, weil Deutschland das einwohnerstärkste Land in der EU ist. Die Deutschen sind meinungsbildend. Zusammen mit den Franzosen. Je mehr Sozialdemokraten wir nach Europa schicken, desto besser, weil die SPD das Interesse der kleinen Leute im Auge hat.
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Europa – Angst oder Hoffnung – Der Bericht

Am Ende fasste Moderator Karsten Binder, Leiter des Funkhauses Europa von Radio Bremen, die knapp zweistündige Diskussion kurz und knapp zusammen: “Das war richtig spannend und wir haben alle neue Einblicke in die Gedanken europäischer Arbeitnehmer bekommen.”

Das Forum für Arbeit hatte geladen und alle waren gekommen – zumindestens die Gewerkschafter aus acht europäischen Staaten, um darüber zu sprechen, welche Ansprüche Arbeitnehmer an ein soziales Europa haben. Leider hatten sich nur rund 30 Zuhörer eingefunden, um im Konferenzzentrum des Weserhauses mit zu diskutieren. Peter Nowack vom Forum für Arbeit e.V. bewertete dies damit, dass” man zwar trefflich über Europa meckern könne, aber sich nur wenige wirklich mit den Inhalte auseinandersetzen wollen.”

Trotzdem waren die Bemühungen vom Forum und der Europäischen Akademie für umweltorientierten Verkehr (EVA gGmbH) aus Berlin es wert, diese Veranstaltung durchzuführen.

Sieben Kollegen hatten die Anreise nach Bremen in Kauf genommen, um aus ihrem Land zu berichten. Nach einem Empfang im Rathaus und einem kurzen Gespräch mit Bürgerschaftspräsident Christian Weber, ging es zur Diskussionsrunde an die Schlachte.

Europäer auf dem Podium (v.l.): Fred van Oort (Niederlande), Michael Bartl (Sozialer Dialog, Deutschland), Kenneth Andersson (Schweden), Karin Jöns (MdEP), Moderator Karsten Binder, Drago Torej (Slowenien), Slavko Steficar (Kroatien)

Slavko Stefikar aus Kroatien, dem Beitrittskandidaten, bemängelte vor allem, dass sich seine Regierung als treuer Erfüllungsgehilfe der EU-Kommission betätige und alles privatisiere, was man nur privatisieren kann. Dabei werde über Europa eigentlich gar nicht gesprochen und wenn man die Politik ansprechen würde, dann würde man immer nur zu hören bekommen, dass die Anderen Schuld seien. Das Kapital hingegen sei sich einig und würde konsequent handeln, während die Arbeitnehmer noch über den richtigen Weg stritten.

Drago Torej aus Slowenien, schildert die Befürchtungen der Menschen, nach denen es erhebliche Einschnitte in der sozialen Sicherung geben werde, weil man unter Hinweis auf europäische Notwendigkeiten die Axt an die Rentenversicherung und das Gesundheitswesen gelegt hat. Gleichzeitig steigen die Mobilitätsanforderungen an die Arbeitnehmer und belasten die Familien. Seine Forderung formulierte er ganz deutlich: „Die neoliberale Politik muss endlich aufhören!“

Kenneth Andersson aus Schweden, machte als erstes deutlich, dass es für Schweden ein Mangel sei, dass man nicht an der Gemeinschaftswährung teilnehme. Daneben befürchte man für die Zukunft Verschlechterungen bei den Arbeitssystemen und –gesetzen sowie den Arbeitnehmerrechten. Schweden möchte sein System der Kollektivvereinbarung behalten und beharre auf dem Streikrecht für die schwedischen Standards. Dies sei durch die Rechtsprechung des EuGH (Laval-Urteil) gefährdet. Schweden erwartet von Europa die Verbesserung der Gleichstellungspolitik.

Michael Bartl aus Berlin stellte die provokante Frage, ob die Kombination von „sozial“ und „Europa“ überhaupt möglich sei. Er bemängelte das Fehlen konkreter Rahmenbedingungen für Arbeitnehmervertreter und dass man keine Handhabe zur Gestaltung der Arbeitsbedingungen auf europäischer Ebene habe. Besonders die Fragen, was Europa überhaupt für die Menschen bringt, reduziere sich stets nur auf “billiges Telefonieren und den Verzicht auf Grenzkontrollen und Währungstausch”. Dies sei für Arbeitnehmer deutlich zu wenig.

Fred van Oort aus den Niederlanden bedauerte, dass sein Land zu klein sei und daher in Europa faktisch keine Stimme habe. Er hoffe, dass nach der Wahl die soziale Frage endlich auf die Agenda komme, damit Solidarität und Gleichheit geschaffen werde und man Lohndumping verbiete.

Karin Jöns, Bremer EP-Abgeordnete beschrieb die Situation so, dass sie davon überzeugt sei, dass die Menschen Angst vor der Globalisierung haben und Schutz von Europa erwarten würden. Das Parlament sei nicht so schwach, wie man es immer darstelle, allerdings werde Europa schlecht regiert, da die satte konservative Mehrheit kein Interesse daran habe, etwas zu verändern. Dies sei nur durch eine hohe Wahlbeteiligung der Arbeitnehmer zu verändern. Zurzeit sei keine Fraktion so stark, dass sie keine Kompromisse machen müsse. Dies würde oftmals zur Verwässerung gut gemeinter Projekte führen.

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Veranstaltung: Europa – Angst oder Hoffnung?

Welche Ansprüche haben ArbeitnehmerInnen an ein soziales Europa?

Für 500 Millionen Unionsbürger soll der europäische Binnenmarkt heute einen Raum der Freiheit darstellen: Sie können frei von allen Grenzen reisen, arbeiten und leben, wo sie wollen.

Auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Grenzen der Freiheit in Europa gefallen. Der Industriekaufmann aus Sachsen-Anhalt darf nun in Madrid für eine schwedische Firma arbeiten, die Rentnerin aus Baden-Baden genießt ihre aus Österreich überwiesene Rente auf Mallorca. Dank der Freiheit können arbeitslose Europäer/innen ihre Jobsuche auf ganz Europa ausdehnen.

Grenzenlose Freiheit? Wird diese von den ArbeitnehmerInnen genutzt oder nur als Bedrohung empfunden? Müssen ArbeitnehmerInnen so mobil sein wie die Unternehmen?

Und führt nicht diese Freiheit zu Dumpinglöhnen, subventionierter Arbeitsplatzverlagerung und Einschränkung von Arbeitnehmerrechten? Deshalb Angst oder Hoffnung Europa?

Wir laden ein zu einer Diskussionsveranstaltung mit Gewerkschaftsvertretern aus Europa ins Restaurant Weserhaus im Stephaniviertel (Hinter der Mauer 5) am Montag, 4. Mai 2009 um 17.00 Uhr.

Es diskutieren:

  • Kenneth Andersson (Schweden)
  • Michael Bartl (Sozialer Dialog, Deutschland)
  • Slavko Stefikar (Kroatien)
  • Drago Torej (Slowenien)
  • Fred van Oort (Niederlande)
  • Karin Jöns, MdEP

Moderation: Karsten Binder (Radio Bremen, Funkhaus Europa)

Dazu werden weitere Gäste aus Belgien, Dänemark, Österreich und Deutschland für Fragen zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Europäischen Betriebsrat der Deutschen Bahn AG und der Europäischen Akademie für umweltorientierten Verkehr durchgeführt.

Anmeldungen bitte an mail@forum-fuer-arbeit.de

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Beschäftigungsförderung durch Arbeitsumverteilung

Diskussionveranstaltung mit

Helmut Spitzley und Margareta Steinrücke (angefragt)

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Bedingungsloses Grundeinkommen

Einladung zur Diskussionsveranstaltung

11. Dezember 2008 17:00 Uhr, Kultursaal Arbeitnehmerkammer, Bürgerstraße, in Zusammenarbeit mit Arbeitnehmerkammer Bremen und DGB Region Bremen

Diskussionveranstaltung mit Claus Offe und Joachim Bischoff

Bild: Podium mit Claus Offe, Theo Schlüter und Joachim Bischoff

Bild: Podium mit Claus Offe, Theo Schlüter und Joachim Bischoff

 

 

 

 

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Kürzer arbeiten – besser für alle

Arbeitszeitnöte – Arbeitszeitwünsche. Kritische Bestandsaufnahme und Alternativen zur Politik der Angst

von: Katja Barloschky

Tony Judt, Träger des Hannah-Arendt-Preises für Politisches Denken 2007, skizzierte in einem Workshop am 1. Dezember 07 in Bremen Thesen zum „Zeitalter der neuen Unsicherheit“ und diskutierte mögliche Achsen zur Überwindung einer „Politik der Angst“.

Seine mündlich vorgetragenen Überlegungen waren hilfreich für mich bei meinem nicht neuen, aber zusammenfassenden Blick auf die Arbeitsgesellschaft heute. Ihre Entwicklungslinien setze ich ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit oder gar Originalität in einem par force Ritt als Puzzle zusammen. Es entsteht aus einer Skizze von vier Elementen: der Wandel der Arbeit selbst, die Erscheinungen der Beschleunigung, die gesellschaftlichen Folgen einer Ökonomie der Erpressung und die Wirkung alter Leitbilder als Blockade der Modernisierung. Vor diesem Hintergrund folgen abschließend ein paar wenige Stichworte und (keineswegs neue) Ideen zu Alternativen.

Hintergrund und Folie meiner Überlegungen sind Erfahrungen und Erkenntnisse aus langen Jahren in der Arbeitsmarktpolitik und in der Frauenbewegung, in denen ich den Diskurs zur Arbeitsgesellschaft verfolgt habe. Bei der Verschriftlichung des im Dezember 2007 gehaltenen Vortrages beziehe ich mich neben etlichen in diesem Band erschienenen Denkansätzen und Forschungsergebnissen auf verschiedenste AutorInnen aus Wissenschaft, Belletristik, Journalismus und Praxis.
Der wunderbaren und weit über Bremen hinaus bedeutenden Wissenschaftlerin und Professorin Helga Krüger, die im Februar 2008 gestorben ist, widme ich diesen Text.

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Beiratssprecher Heinz Brandt legt Mandat nieder

Der Sprecher des Beirates des Forums für Arbeit, Heinz Brandt, Mitglied der Gruppengeschäftsführung der Eurogate GmbH & Co KG,  hat sein Amt niedergelegt. “Heinz Brandt hat die inhaltliche Arbeit des Forums stark geprägt”, bedauerte Vereinsvorsitzender Peter Nowack diese Entscheidung. “Er hat durch sein großes Engagement viele Impulse gesetzt und vor allem neue Mitglieder für den Beirat gewinnen können. Wir müssen seine sehr persönlichen Gründe jedoch akzeptieren” 

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